Hören - Sehen - Erleben



Jagd und Musik sind seit Urzeiten eng miteinander verbunden; aber vom menschlichen Jagdruf über das einfache Tierhornsignal bis hin zum mehrstimmigen Klang aus Metallröhren war ein langer Weg. Seit dem 17. Jahrhundert gibt es die über vier Meter langen zum Parforcehorn gewundenen Jagdmusik-Instrumente, die allein mit der Naturtonreihe einen Stimmumfang von 3 Oktaven aufweisen. Diese weitwindigen Blechblasinstrumente ohne Züge und Ventile vermitteln als Naturhorn aus der Gruppe der Waldhörner gleichermaßen einen naturhaft urwüchsigen wie auch romantisch poesievollen Hornklang. Jagdmusik in ihrer ganzen Bandbreite von der Signaltradition über Volkslieder und klassische Kompositionen wie den Jägerchor aus der Oper Freischütz bis zur konzertanten Jagdfanfare aus Haydns Parforcejagd und natürlich die Hubertusmesse mit den sakralen Melodien stehen auf dem Spielplan des  Parforcehorn-Bläsercorps.


Termine 2026

19.07. 2026 17:30 Uhr    Einkehr mit Musik: Konzert in der Klosterkirche Loccum

12.09.2026                      Regionales Musikfest in Braunschweig; Ort und Zeit: NN

16.10. 2026  19:30 Uhr   Konzert in der Kathedrale (Hofkirche) Dresden

25.10.2026   17.00 Uhr   Hubertusmesse in der Klosterkirche Mariental (JS HE)

01.11. 2026  17:00 Uhr   St. Christohoros Kirche Sprakensehl (JS GF)

06.11.2026   18.00 Uhr   Hubertusmesse in der Marktkirche Goslar (JS GS)
13.11.2026   19:00 Uhr   Hubertusmesse im Dom zu Magdeburg (Glockenverein)


2025

Das Jahr der Versöhnung in Breslau

Breslau - in Polen heute Wroclaw - das Zentrum Niederschlesiens mit prächtiger Architektur und historischen Werten ist ein attraktives Ziel für Touristen aus aller Welt: der größte Besucheranteil kommt aus Deutschland in diese Stadt mit 1000-jähriger wechselvoller Geschichte.

Vom 16. bis 19. Oktober folgte das Parforcehorn-Bläsercorps Gifhorn einer persönlichen Einladung in die Nachbarstadt Oppeln, um in dieser schlesischen Universitätsstadt mit Bischofssitz Patronatsmessen diverser Kirchen musikalisch zu begleiten. Bekannte Choräle, speziell auch Marienlieder und religiöse Klassiker wie »Amazing Grace« und »Nearer, my God, to Thee« aus unserem Repertoire eigneten sich hier als internationales Kulturgut .

Die Verständigung mit den Menschen während der religiösen Feier wurde durch unsere polnische Freundin Bozena perfekt gedolmetscht und in der anschließenden Begegnung im Gemeindezentrum kam die sprichwörtliche polnische Gastfreundschaft mit regionalen Spezialitäten und Gastgeschenken reichhaltig zum Ausdruck. Hier zeigte eine herzliche Atmosphäre und fröhliche Stimmung zwischen Menschen aus Polska (PL) und Niemcy (D), dass Verständigung und Verständnis kein sprachliches Problem darstellt.

Die »Dominsel« ist der älteste Stadtteil von Breslau und präsentierte sich - nahezu perfekt restauriert - während einer Schifffahrt auf der Oder als permanent wachsende Großstadt historisch bedeutsam und zugleich modern und weltoffen.

Zwei Jahrzehnte nach dem II. Weltkrieg verfasste der Breslauer Bischof Boleslaw Kominek eine Botschaft an die deutschen Bischöfe mit dem fundamentalen Satz: »Wir vergeben und bitten um Vergebung.«

Dieses Schreiben führte sowohl in Polen wie auch in Deutschland zu kontroversen Debatten, löste aber eine langsame Annäherung und verbesserte Beziehungen der beiden Nachbarländer aus. Begleitet von Applaus und echter Anerkennung konnten wir unser Hornkonzert vor dem prächtigen Bahnhof von Breslau gestalten.

Die touristischen Attraktionen - z.B. die imposante »Jahrhunderthalle« - wurden uns von der liebenswürdigen Elsbietha in kompetenter und erfrischend lebendiger Weise dargeboten; das Denkmal für Dietrich Bonhoeffer als Sohn der Stadt sowie die Statue für Kardinal B. Kominek mit der bedeutsamen Versöhnungs-Inschrift

»PRZEBACZAMY I PROSIMY O PRZEBACZENIE«

waren für uns wichtige Stationen, zumal die polnische Inschrift vor einigen Jahren auch um die deutsche Übersetzung ergänzt worden ist.

Klangvoller Abschluss war unser Abendkonzert in der Dominikaner-Kirche »St.Adalbert«. Dieses monumentale Gotteshaus aus dem 13. Jahrhundert vibrierte bei der Interpretation unserer Hornmusik zum Thema »pokoj«- Frieden und brachte allen Anwesenden unter dem Motto »parforce for peace« eine akustische Gänsehaut.

Unsere Hornklänge zur feierlichen Messe, im Kirchenkonzert und in der Open-Air-Aktion am Bahnhof sowie unser unvoreingenommenes Verhalten als Gruppe haben die Weichen klar in Richtung Versöhnung gestellt.

 

Das Parforcehorn-Bläsercorps Gifhorn hat mit seinen Konzertreisen nach Frankreich, Spanien, Österreich und nach Polen wesentliche Beiträge für Verständigung und gegenseitige Wertschätzung geleistet. Gern tragen wir nun auch das Stadtwappen von Breslau und Oppeln als »Pin« an unserer Bläserkleidung.




Die wichtigsten Stationen ("Highlights")

2014

08.11. Frauenkirche Dresden: Mittagsandacht


 

 

09.11. Weinbergkirche Dresden-Pillnitz: Kirchweihgottesdienst


2015

24.10. St. Hedwigs-Kathedrale Berlin: Vorabendmesse mit Domorganist Thomas Sauer


25.10. Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin: Gottesdienst mit Altbischof Dr. Martin Kruse und Pfarrer Martin Germer; Orgel: LKMD Christian Schlicke


2016

12.11. Kathedrale zu Dresden: Abendmesse in der Katholischen Hofkirche: „ Parforcehörner und ein Wienerhorn: Prof. Peter Damm; Silbermannorgel: Prof. Thomas Lennartz 


2017

20.10. Rotkäppchen Sektkellerei, Freyburg: „Rotkäppchen-Sektival“ – „Vorband“ zum Konzert des Glenn-Miller-Orchestra


22.10. Naumburger Dom: Sonntagsgottesdienst mit Pfarrer Roland Lehmann; Domkantor: KMD Drafehn


2018

06.10. St. Johannes Baptista Kirche Ramsla: Abendandacht mit Pfarrer Martin Lieberknecht  und Christine Lieberknecht


 

 

07.10. Dom St. Marien Erfurt: Gottesdienst; Orgel: KMD Prof. Silvius von Kessel


2019 

 

20.10. St. Nikolai-Kirche Stralsund: Festgottesdienst; Orgel: KMD Matthias Pech


2020 

 

29.01. - 04.02.: Konzertreise nach Andalusien (Konzert in der Kathedrale Malaga; Konzert im Musik pavillon Mijas; Konzert im Stadttheater Marbella; Messe in der Kathedrale Granada)